Banner: Ortsrand Sierscheid aus Richtung Harscheid

 

Lage und Informationen


Das Dorf in der Landschaft
Sierscheid liegt im nördlichen Bereich der Eifel auf ca. 400 Metern Höhe. Auf drei Seiten ist der Ort von Feldern umgeben, während im Norden ein ausgedehntes Waldgebiet an den Wohnbereich angrenzt. Dabei fließt das Dorf förmlich in die umgebende Landschaft ein. Einen bildlichen Eindruck von der Gemeinde und ihrer Umgebung können Sie sich unter "Fotos" verschaffen. Auch ein Fernsehbeitrag des SWR zum Opernsommer und über den Ort gibt einen schönen Eindruck.

Nachbargemeinden sind Lind im Norden, Hönningen im Nordosten, Dümpelfeld und Insul im Süden sowie Schuld und Harscheid im Westen. Die Nachbarorte liegen jeweils relativ weit von Sierscheid entfernt.
Sierscheid liegt oberhalb der Ahr, die man auch zu Fuß von hier aus bequem erreichen kann.

Das Wappen
Das Sierscheider Wappen besteht aus einem silbernen Schildhaupt und weist in der Mitte eine aufragende schwarzen Spitze auf, die einen silbernen Krummstab bzw. einen Bischofsstab enthält. Rechts befindet sich ein schwarzes Kreuz, links ein rotes Johanniter- bzw. Malteserkreuz. Da in der Heraldik die Wappenmotive vom Träger aus gesehen bezeichnet werden, sind für den Betrachter rechts und links vertauscht.

Der Bischofsstab ist ein Zeichen der Zugehörigkeit zu Kurköln (eines der ursprünglich sieben Kurfürstentümer des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation), dem Sierscheid angehörte. Andere Quellen beziehen den Stab auf den heiligen Maternus, dem die Sierscheider Kapelle geweiht ist. Das Malteserkreuz bzw. das Johanniterkreuz zeugt von der Zugehörigkeit zur Adenauer Johanniterkommende. Das Kreuz auf der rechten Wappenseite bleibt von seiner Herkunft her unklar. Siehe auch "Wappen in der Verbandsgemeine Adenau".

Politische Zugehörigkeit
Sierscheid gehört zur Verbandsgemeinde Adenau und dem Kreis Ahrweiler, beides im nördlichen Rheinland-Pfalz gelegen.
Als Ortsgemeinde besitzt Sierscheid einen eigenen Gemeinderat mit sechs Mitgliedern und einem Ortsbürgermeister.

Wirtschaft
Sierscheid ist frei von Industrie und Gewerbe. Nebenerwerbslandwirtschaft und Pferdezucht bestimmen die Struktur. Die überwiegende Anzahl der Bewohner verdient ihren Lebensunterhalt außerhalb des Dorfes. Einen Teil ihrer Einnahmen erwirtschaftet die Ortsgemeinde durch den Verkauf von Holz aus dem nach PEFC zertifizierten Gemeindewald.

Soziales und kulturelles Leben
Auf Grund der geringen Größe Sierscheids gibt es nur einen Verein: Die Dorfgemeinschaft. Es bestehen aber sehr gute Beziehungen zu den Nachbarorten, in deren Vereine die Bewohner Sierscheids integriert sind.
Schulen und Kindergärten befinden sich ebenfalls in den umliegenden Gemeinden. Es wird großen Wert darauf gelegt, dass die Kinder und Jugendlichen des Dorfes frühzeitig für die Natur sensibilisiert und begeistert werden. Unter anderem werden hierzu Waldbegehungen unter fachkundiger Führung angeboten.

1981 wurde das Dorfgemeinschaftshaus gebaut, dass neben dem Dröschplatz, auf dem zu vielen Gelegenheiten ein Festzelt aufgestellt wird, Mittelpunkt des dörflichen Miteinanders ist. Das Dorfgemeinschaftshaus wird auch gegen eine geringe Gebühr vermietet. Fragen Sie uns einfach danach!

Die Dorfgemeinschaft ist darum bemüht, regionales Brauchtum in Sierscheid wach zu halten. Neben der Dorfkirmes im September gehört auch der Martinszug und das Entzünden des Martinsfeuers dazu. Natürlich wird im Mai auch ein Maibaum aufgestellt. Auch darüber hinaus veranstaltet die Dorfgemeinschaft jedes Jahr einige, teils wechselnde gemeinsame Aktivitäten. Erwähnt werden darf auch, dass die Erhaltung und Pflege des Gemeindeeigentums größtenteils in Eigenleistung erfolgt. So wurde der Dröschplatz 2016/2017 renoviert.

Seit 2010 findet hier alljährlich im August auf dem Dröschplatz das für die Region einzigartige Musikfestival Sierscheider Opernsommer statt.

Baugestaltung und -entwicklung
Sierscheid ist in der Substanz ein gut erhaltenes Haufendorf mit charakteristischen Hofanlagen, die bewohnt sind, liebevoll unterhalten werden und (Stand Ende 2016) fast alle denkmalgerecht restauriert wurden.
Den Gegensatz hierzu bilden groß dimensionierte Wohnhäuser auf großzügigen Grundrissen mit meist ebenso großzügigen Grundstücken. Bei Neubauten wird Wert auf eine sensible Einpassung in das Gesamtgefüge geachtet. Auch die Restaurierung der Maternuskapelle, die zu einem großen Teil in Eigenleistung erfolgte, beweist das Gespür für regionaltypische Formen und Materialien.

Im Gegensatz zu manch anderem Eifeldorf gibt es in Sierscheid fast keine leer stehenden Gebäude. Für das gelungene Ortsbild und die Bemühungen um eine zukunftsfähige Gestaltung des Dorfs (was sich nicht nur auf die bauliche Gestaltung bezieht) hat Sierscheid etliche Preise erhalten.

Statistisches
 

 

1970

1980

1990

2000

2010

2015 

Einwohnerzahl

86

79

85

100

89

86

Fläche
236 ha, davon 46,5 ha Gemeindefläche un 189,5 ha private Flächen.

Abwasserbeseitigung und Wasserversorgung
Der Wasserbedarf wird aus der Oleftalsperre gedeckt. Über die Verbindungsleitung Rupperath-Harscheid ist die Versorgung gesichert.
Seit 2006 ist der Ort voll kanalisiert. Die Ableitung erfolgt Richtung Insul.

Siehe auch: Infothek des statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz


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