Banner: Sierscheid aus der Luft

 

Waldbegang im Forstrevier Schuld

mit Revierleiter Olaf Oldenburg

am 04.06.2016


Für den 04.06.2016 hatte Revierleiter Olaf Oldenburg die Ortsgemeinderäte der zum Forstrevier Schuld gehörenden Ortsgemeinden zu einem Waldbegang eingeladen.

Auf dem Parkplatz der Teufelsley im Denntal / Ommelbachtal traf man sich. Nach der Begrüßung durch Revierleiter Olaf Oldenburg ging es in den nahegelegenen Wald, wo anhand verschiedener Waldzustände die nachhaltige Forstwirtschaft aufgezeigt wurde. Neben ein wenig geschichtlicher Informationen über die frühere Nutzung des Waldes und dessen zwischenzeitlich in der Eifel fast völligen Verschwindens zeigte Olaf Oldenburg auf, wie eine nachhaltige Waldwirtschaft nicht nur stetige Einnahmen ermöglicht, sondern auch wertvolle ökologische Vielfältigkeit sicherstellt. Auf Grund der aktuellen Hochwasserereignisse ging der Revierleiter auch auf den Hochwasserschutz eines gesunden Waldes ein.

Blühender Ginster, das so genannte "Eifel-Gold", am Waldrand.

Erster Besichtigungspunkt war ein Stück unbewirtschafteter Privatwald. Hier war deutlich zu erkennen, dass hier weder nutzbare Bäume stehen noch junge Bäume nachwachsen können. Auch die Artenvielfalt ist beeinträchtigt, so dass eine ökologische Verarmung die Folge ist.

Weiter ging es in einen nicht ausreichend durchforsteten Fichtenbestand, in dem man die fehlende Produktivität sehr gut erkennen konnte. Auch hier ist die Artenvielfalt massiv behindert. Eine natürliche Verjüngung des Waldes kann nicht stattfinden, da auf den versauerten Boden nicht genügend Licht fällt.

Ein Kahlschlag im Privatwald machte deutlich, dass eine Wiederaufforstung wegen des Wildverbisses nur schwer gelingt. Außerdem sind die finanziellen Aufwendungen dafür so hoch, dass letztlich ein wirtschaftlicher Erfolg ausbleiben muss. Zurück bleibt eine Lücke im Wald, die sich nur sehr langsam wieder füllt.

Eine Fichte mit Blitzschaden ist Anziehungspunkt für Borkenkäfer und Kupferstecher. Damit sich ein Befall nicht unkontrolliert ausbreiten kann, müssen solche Bäume möglichst schnell entfernt werden.

Zum Abschluss ging es dann in den Sierscheider Forst, wo ein nachhaltig bewirtschafteter, sich selbst verjüngender Mehrschichtenwald zu besichtigen war.

Bericht in den Adenauer Nachrichten vom 10.06.2016